Mittwoch 22. Mai 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Barbara Leisner „Camille Claudel“. Ich mache keine Kompromisse.

Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde die Bildhauerin Camille Claudel, Schwester des Dichter Paul Claudel bekannt. Sie war Schülerin von Rodin und stand somit im Schatten zweier Männer. Für eine Gesellschaft, die nur Männern künstlerisches Talent und Können zugestand, war ihr Scheitern unausweichlich.

Seine Ausbildung zum Erzieher schließt Tim-Sebastian Schindler mit dem Projekt „Göppingen – Unsere
Stadt“ ab. Die Ergebnisse werden ab Dienstag, 7. Mai, in der Stadtbibliothek am Kornhausplatz präsentiert.

Unter dem Titel „Göppingen – Unsere Stadt“ hat Schindler, im Rahmen seiner Abschlussarbeit, mit Schulkindern seit Januar
verschiedene Themen rund um die Hohenstaufenstadt behandelt. Im Kapitel „Göppingen in Zahlen“ wurden verschieden
Fakten wie Wasserverbrauch oder Spielplatzanzahl geschätzt und überprüft. Verschiedene Personen des öffentlichen Lebens wurden von den Kindern interviewt haben, zum Beispiel Oberbürgermeister Guido Till, Bürgermeisterin Gabriele Zull, Ulrike Haas als Leiterin des
städtischen Referats Kinder und Jugend, aber auch Rektor Klaus Bühler und Konrektorin Anja Kauer von der Walther-Hensel-
Schule oder Werner Meyer (Kunsthalle) und Angela Asare (Stadtbibliothek). In verschiedenen Stadtplänen suchten und betrachteten die Schüler/-innen Kinderhäuser Schulen und Freizeiteinrichtungen. Und Göppingens Geschichte wurde anhand eines Zeitstrahls und von Bildern erkundet. Schließlich wurden auch Wünsche der Jüngeren in anderen Kinderhäusern erfragt.

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„Göppingen – Unsere Stadt“ wird von Dienstag, 7.Mai, bis zum 3. Juni in der Stadtbibliothek ausgestellt.

Am Eröffnungsnachmittag wird Schindler für Fragen und Gespräche anwesend sein.

 

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Mittwoch 8. Mai 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Eva Rieger „Nannerl Mozart“

Hätte Maria Anna Mozart genannt Nannerl eine Karriere wie die ihres Bruders machen können. Mit Wolfgang ihrem jüngeren Bruder galt sie als Pianistin ebenfalls als Wunderkind. Aber auch ihr Leben war von ständigem Verzicht geprägt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder konnte sie sich nicht aus der Enge des bürgerlichen Ideals befreien.

Seele verbrannt

Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten liest Ilona Abel-Utz am 10. Mai um 20 Uhr in der Stadtbibliothek Texte von Autorinnen und Autoren,deren Bücher verbrannt wurden.

Nur den wenigsten von ihnen – wie zum Beispiel Anna Seghers, Bertold Brecht oder Erich Kästner – gelang es, nach dem Krieg an ihren Erfolg vor der Bücherverbrennung anzuknüpfen; die meisten konnten literarisch nicht wieder Fuß fassen. Die Stimmen dieser Autorinnen und Autoren stehen im Zentrum des Abends. Umrahmt wird die Lesung mit Harfenmusik von Eva-Maria Bredl.
Die Nationalsozialisten waren gerade einmal drei Monate im Amt, als am 10. Mai, kurz nach Mitternacht auf dem Berliner Opernplatz das Spektakel veranstaltet wurde: Acht große Holzstapel waren aus meterlangen Holzscheiten errichtet worden . Eine eigens beauftragte pyrotechnische Firma, hatte Sand auf dem Boden ausgestreut, damit das Pflaster keinen Schaden nehme. Die Flammen schlugen meterhoch, als die Bücher brannten – nicht nur in Berlin, sondern auch in vielen anderen deutschen Universitätsstädten. Initiator der Bücherverbrennung war die „Deutsche Studentenschaft“, nicht etwa der Reichpropagandaminister Goebbels oder gar Hitler selbst. Protest unter den Studenten gab es keinen und auch von den Professoren kam kaum Widerstand. Der vom Erfolg der angekündigten Aktion und dem ausbleibenden Widerstand des deutschen Bildungsbürgertums überraschte Goebbels und ließ sich daher am 3. Mai 1933 nicht zweimal bitten, die Feuerrede zu mitternächtlicher Zeit zu halten.

Der Titel zu der Veranstaltung in der Stadtbibliothek geht auf einen Text der 1895 in Laupheim geborenen Ärztin, Psychotherapeutin und Publizistin Hertha Nathorff zurück, mit dem diese am Ende des Dritten Reichs die Auswirkungen beschrieb, die das nationalsozialistische Regime auf ihr Leben hatte:

„Sie haben meine Seele verbrannt, mein Leben zerstört, meine Jugend, meinen Frohsinn, mein ganzes Ich ausgelöscht wie der Sturm ein brennendes Licht.“

Nathorff, geborene Einstein und verwandt mit dem Nobelpreisträger, gelang 1938 die Flucht in die USA. 1967 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie starb 1993 in New York. 1995 stiftete die Ärztekammer Berlin eine nach Hertha Nathorff benannte jährliche Auszeichnung für die besten Abschlussarbeiten in gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen an der FU und TU Berlin.

Veranstaltungzeit: Freitag, 10.Mai 2013 um 19.30 Uhr 

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Göppingen, Kornhausplatz 1

Eintritt: tba € VVK.: tba €

Veranstalter:  Stadtbibliothek Göppingen, Kulturreferat Göppingen

Programm: Jahrestag der Bücherverbrennung 

Begabte Frauen im Schatten der Männer

Mittwoch 24. April 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Sigrid Damm „Cornelia Goethe“

Cornelia Goethe, klug und begabt, sensibel und lebenshungrig, findet nie zu sich selbst. Immer lässt sie sich von anderen bestimmen: vom Vater vom Bruder Wolfgang, vom Ehemann Johann Georg Schlösser. Sie zerbricht am Widerspruch zwischen eigener Lebenskonzeption und auferlegtem Rollenzwang.

Anna Maria Mozart

Camille Claudel

Paula Modersohn-Becker

Zelda Fitzgerald

Lesezeit April – Juli 2013

Begabte Frauen im Schatten der Männer 

Mittwoch 24. April 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Sigrid Damm „Cornelia Goethe“ 

Cornelia Goethe, klug und begabt, sensibel und lebenshungrig, findet nie zu sich selbst. Immer lässt sie sich von anderen bestimmen: vom Vater vom Bruder Wolfgang, vom Ehemann Johann Georg Schlösser. Sie zerbricht am Widerspruch zwischen eigener Lebenskonzeption und auferlegtem Rollenzwang.

Mittwoch 8. Mai 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Eva Rieger „Nannerl Mozart“

Hätte Maria Anna Mozart genannt Nannerl eine Karriere wie die ihres Bruders machen können. Mit Wolfgang ihrem jüngeren Bruder galt sie als Pianistin ebenfalls als Wunderkind. Aber auch ihr Leben war von ständigem Verzicht geprägt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder konnte sie sich nicht aus der Enge des bürgerlichen Ideals befreien.

Mittwoch 22. Mai 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Barbara Leisner „Camille Claudel“. Ich mache keine Kompromisse.

Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde die Bildhauerin Camille Claudel, Schwester des Dichter Paul Claudel bekannt. Sie war Schülerin von Rodin und stand somit im Schatten zweier Männer. Für eine Gesellschaft, die nur Männern künstlerisches Talent und Können zugestand, war ihr Scheitern unausweichlich.

Mittwoch 5. Juni 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Gunna Wendt „Clara und Paula“

Paula Modersohn-Becker ist eine der wenigen Malerinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts deren Name nicht vergessen wurde, während Clara Rilke-Westhoff lange Zeit nur als Frau von Rainer Maria Rilke wahrgenommen wurde. Paula Becker und Clara Westhoff, die Malerin und die Bildhauerin lernten sich in der Künstlerkolonie Worpswede kennen. Es verband die beiden nicht nur künstlerische Arbeit sondern auch eine tiefe Freundschaft.

Mittwoch 19. Juni 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Ulla Biskup liest aus: Elke Heidenreich „Frauen die schreiben, leben gefährlich.
Christa Wolf „Kein Ort nirgends“ 

Eine schreibende Frau unter den vielen, die durch Selbstmord endeten, der Elke Heidenreich ihr besonderes Augenmerk widmet, ist Karoline von Günderrode. Unter dem Pseudonym Tian veröffentlichte sie Gedichte, Prosa und dramatische Versuche .

Mittwoch 3. Juli 2013, 17 Uhr
Ulla Biskup liest aus: Katrin Boese „Zelda Fitzgerald. So leben, dass ich frei atmen kann“

Katrin Boese erzählt das Leben der amerikanischen Autorin, Malerin und Tänzerin Zelda Fitzgerald, Ehefrau des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald.
Ihre Amour fou mit dem großen Autor der amerikanischen Moderne prägte das Bild einer Frau zwischen glamourösem Partyleben, Suche nach Selbstverwirklichung und Abgleiten in den Wahnsinn. Katrin Boese rehabilitiert Zelda Fitzgerald als eigenständige Künstlerin und eröffnet einen ganz neuen Blick auf die Beziehung des berühmten Paares.

demokratie

Programm: Programmflyer zum Tag und Nacht für Toleranz

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