Lesezeit Mai – Juni

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Mittwoch 4. Mai 2016,  17 Uhr

Ulla Biskup liest aus Michael Köhlmeier „Das Mädchen mit dem Fingerhut“
Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt.

Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens.


Mittwoch 18. Mai 2016,  17 Uhr

Ulla Biskup liest aus Juli Zeh „Unterleuten“

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten“ irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur und von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden.


Mittwoch 1. Juni 2016, 17 Uhr

Ulla Biskup liest aus Benedikt Wells „Vom Ende der Einsamkeit“

‚Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.‘
Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.
Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist.


Mittwoch 15 Juni 2016, 17 Uhr

Ulla Biskup liest aus dem Monolog der Molly Bloom aus dem Roman “Ulysses” von James Joyce

Der 16. Juni ist in Irland  “Bloomsday”, ein Gedenktag zu Ehren des Romans Ulysses von James Joyce. Er bezieht sich auf Leopold Bloom, den Haupthelden des Romans, der einen Tag im Leben des Leopold Bloom in Dublin begleitet..

Das Ende des Romans ist ein langer Monolog seiner Frau Molly.

Halb im Traum sinniert sie über ihr Liebesleben, ihr Eheglück und Eheleid.


Mittwoch 29. Juni 2016, 17 Uhr

Ulla Biskup liest aus Peter Stamm “Weit über das Land”
Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder.
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. ›Weit über das Land‹ ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: die nach dem eigenen Leben.

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