SOMMERLESUNG AUF DEM KORNHAUSPLATZ

Bereits zum vierten Mal laden die Stadtbibliothek Göppingen und der Manuela Kinzel Verlag am Freitag, 15.07.2016 zu einer Sommerlesung auf dem Kornhausplatz ein. Zwischen 17 und 20 Uhr erzählen Autorinnen und Autoren aus der Region wie es früher war.

Die Bewirtung erfolgt durch das Café am Kornhausplatz.

Der Eintritt ist frei.

Die Autoren Christa Rücker, Karl J. Schönweiler, Karl Hermann Hummel und Sybille Eberhardt  bieten einen vielfältigen und facettenreichen Blick auf vergangene Zeiten. Sie thematisieren offen und kritisch Erfahrungen im Dritten Reich  und erinnern sich humorvoll an eine Kindheit in der Nachkriegszeit. Das Landleben der frühen sechziger Jahre in einem Dorf im Stauferland wird lebendig, und die Geschichte eines historischen Mordfalls verdeutlicht den Zuhörern die komplexen deutsch-polnischen Beziehungen. Christian Buchholz stellt  verschiedene Persönlichkeiten vor, die durch ihre religiöse Überzeugung ihre  Zeit und Umgebung prägten.

Die Göppinger Schreibwerkstatt mit acht Frauen aus acht Ländern ist ebenfalls zu Gast bei der Sommerlesung auf dem Kornhausplatz. Sie lesen Texte über Erfahrungen in ihren Ursprungsländern und über die neue Heimat Deutschland.

 

In Kooperation mit dem Manuela-Kinzel-Verlag und dem Café am Kornhausplatz.

Am 15.Juli2016 ab 17.00 Uhr – Eintritt frei

Kornhausplatzlesung

Programmübersicht – Sommerlesung 15. Juli 16


17 Uhr  – Christa Rücker

Ein Lausbubenmädchen von der Schwäbischen Alb

Erlebnisse aus der Nachkriegszeit. Interessant zu lesen sind die vielen Geschichten über den Gemischtwarenladen ihrer Familie. Der „Laden“ war das Zentrum ihrer Kindheit. Die Erzählerin, genannt Kaufmanns „Grischda“, erlebte in jeder Jahreszeit alle Geschehnisse im Alltag und der Feiertage in einer Dorfgemeinschaft.

Die Autorin verbrachte mit Mutter, Bruder und Großmutter ihre Kindheit in Sontheim/Stubental. Es liegt im Sontheimer Becken.


17 Uhr 25 – Christian Buchholz

Gottes Geist im Filstal – Lebensgeschichten.

Im vorliegenden Buch werden Persönlichkeiten vom Jahrhundert bis in die Gegenwart vorgestellt. Alle haben aus religiöser Überzeugung im Filstal und an der Voralb für die Öffentlichkeit gewirkt und ihre Zeit geprägt. Dadurch können die Lebensgeschichten Vorbilder für heute sein.


17 Uhr 50 – Göppinger Schreibwerkstatt

Acht Frauen aus acht Ländern, deren Wege sich in Göppingen kreuzen und die in der deutschen Sprache zu schreiben beginnen. Texte über ihre Erfahrungen in den Ursprungsländern und über die neue Heimat Deutschland erwarten Sie.

Freuen Sie sich auf eine bunte, interkulturelle Lesung und großen literarischen Genuss!


18 Uhr 40 – Karl J. Schönweiler

Schlotzer für a Zehnerle

In einem Dorf im Stauferland erlebt der junge Till die Vielfalt des Landlebens der frühen sechziger Jahre. Durch Botengänge oder Mithilfe bei den alten Handwerksbetrieben wie Küfer und Wagner verdient er sich die notwendigen Kreuzer für besondere Geschenke. Dabei lernt er die Eigenarten der Dörfler ebenso kennen wie die alte Kunst der Handwerker. Er gerät zwischen schwarze Häfeler und weiß von merkwürdigen bunten Luftballons in der Abortgrube.

Die Geschichten zeigen ein buntes Spiegelbild ländlichen Lebens zwischen alten Traditionen und dem Beginn einer neuen Epoche, die mit fremder Musik und neuer Mode aus fernen Städten und Ländern ins Dorf dringt.


19 Uhr 05 – Karl Hermann Hummel

Hosenspannes und Marschmusik

Meine und meines Heimatdorfes Geschichte von den zwanziger Jahren bis zum Ende der Hitlerzeit. Karl Hermann Hummel wurde in die Weimarer Republik, die die Niederlage des 1. Weltkrieges auszubaden hatte, hineingeboren. Er erlebte die damalige Wirtschaftskrise, und als Folge davon, die Machtergreifung Hitlers. Als überzeugter Christ und Mitglied der Evangelischen Jugend erlebte er die Spannungen des damaligen Kirchenkampfes hautnah, auch persönlich. Den Krieg erlebte er als Soldat mit dreimaligem Einsatz in Russland, aber auch als Besatzungssoldat in Frankreich, und am Ende noch in Dänemark.


19 Uhr 30 – Sybille Eberhardt

Der Mordfall Kozuszek im Brennpunkt der deutsch-polnischen Beziehungen

Intensiv setzt sich die Autorin mit der deutsch-polnischen Geschichte auseinander, zumal ihre Familie aus Westpreußen stammt. Bei ihren Forschungen in verschiedenen Archiven stieß sie auf den hier dargestellten Mordfall, der sich 1940 im Heimatort ihrer Familie zutrug und der die komplexen Beziehungen beider Ethnien in den letzten 130 Jahren exemplarisch beleuchtet. Mit einer szenischen Lesung in Zusammenarbeit mit dem Theater im Bahnhof in Rechberghausen wird ein Einblick in das Thema des Buches und ein Ausblick auf das im Herbst 2016 zur Uraufführung kommende Theaterstück gegeben.

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